Anthroposophische Medizin

Anthroposophische Medizin sieht sich als ganzheitliche Medizin, die auf Basis der Schulmedizin Geisteswissenschaftliche Aspekte des Menschen zu integrieren versucht. Sie steht in der Tradition der antiken Mysterien-Medizin, wie sie unter anderem im antiken Griechenland unter Hippokrates entstanden ist. Aufgegriffen wurde sie Anfang 1900 von Dr. Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie und Fr. Dr. Ita Wegman.

Der Mensch als ein Bio-Psycho-Soziales-Wesen, bedarf in Gesundheit und Krankheit einer differenzierteren Betrachtung, die über das Körperliche hinausgehen muss.

Gibt es einen Unterschied zu Schulmedizin?

Anthroposophische Medizin sieht in der Schulmedizin eine wesentliche Basis medizinischen Wirkens und erweitert diese um seelische und geistige Aspekte. Insofern integriert sie Vorhandenes und baut Neues auf. So gilt es neben den rein körperlichen Aspekten weitere Gesichtspunkte mit in die Gesamtdiagnose hinein zu beziehen und dadurch eine adäquate, wirkungsvolle und individualisierte Therapiemöglichkeit für Patienten zu bekommen.

So werden z.B.: neben klassischen Heilmaßnahmen der Schulmedizin zusätzlich homöopathische Medikamente und nicht medikamentöse Therapien wie: Kunsttherapie, Musiktherapie, Heileurythmie usw. eingesetzt.

Krankheit wird nicht nur als ein körperlicher Defekt oder als eine zufällige Fehlfunktion gesehen, vielmehr geht es auch darum, einen möglichen Sinn (Ursache) zu erkennen und zu verstehen. Der Patient wird als ein in seinem Lebenslauf mündiges und selbstbewusstes Wesen gesehen, dem der Arzt in seiner Entwicklung unterstützt.

 

Dr. Peter Pertschy (Assistenzarzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin / ÄKOÖ Diplom Anthroposophische Medizin)

 

Verzeichnis der Anthroposophischen Ärzete

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