Ins Herz gebrannt

Wie ich die Schrecken des Krieges hinter mir ließ und Frieden, Vergebung und Hoffnung fand

von Kim Phuc Phan Thi

Eines der bekanntesten Bilder dieser Welt (Pressefoto des Jahres 1972) ist wohl jenes, das ein kleines Mädchen zeigt, das nach einem Napalmangriff in Vietnam nackt, mit verbrannter Haut, vor dem Schrecken flüchtet.

Dieses Mädchen schreibt nun als erwachsene Frau ihre ganz persönliche Geschichte aus Erinnerungen auf, weniger auf die geschichtlichen Tatsachen legt sie dabei Wert, sondern das, was sie innerlich bewegt, ist ihr Thema.

Dabei legt sie ihr Hauptaugenmerk auf den Entwicklungsweg, der von einer glücklichen, liebevollen Kindheit, geborgen in einer großen Familie, über die Schrecken der Kriegserlebnisse, Angst, Schutzlosigkeit und Hunger erst in ein Schattendasein am Rande der Gesellschaft führt, danach in ein unfreies Leben, bestimmt durch ihre Rolle als Kriegsopfer, das vorgeführt wird, bis sie die Freiheit erlangt. Nach und nach kann sie ein Leben führen, das es ihr möglich macht zu verzeihen und tatsächlich wieder inneren Frieden und Hoffnung zu finden.

Sie schreibt: „Mein ganzes Leben und jede einzelne Situation darin möchte ich von diesem Frieden bestimmen lassen. An jedem neuen Tag möchte ich mich ganz bewusst von Gott mit ihm beschenken lassen. Er soll mein Denken, mein Fühlen, mein Handeln und mein Arbeiten bestimmen. Ich will ihn in meinem Herzen tragen, wo auch immer ich hingehe, und ich will ihn an jeden Menschen weitergeben, dem ich begegne.“

Eine eindrucksvolle „Begegnung“ erfährt der Leser durch dieses Buch, das ich besonders jenen Menschen empfehlen möchte, die selber üble Erfahrungen gemacht haben und sich mit dem Verzeihen schwer tun.

Kim Phuc Phan Thi lebt heute mit ihrer Familie in Kanada und ihr Einsatz gilt dem Frieden und der Friedensforschung.

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